STADION-WETTER
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DIE WERDER-FESTSPIELE BEGINNEN

HSV-Vorstand Oliver Scheel verspricht:
"Beim Triple laufe ich zum nächsten Auswärts-
spiel gegen Werder!"
Hamburg - Ein Versprechen, welches man dem 43-Jährigen Hobby Marathonläufer ohne Zweifel abkaufen kann. Oliver Scheel, Anwalt und Gründungsmitglied des HSV-Supporters Club, ist seit dem 01. Oktober 2008 der neue Mann im vierköpfigen Vorstand des Traditionsclub an der Elbe. Er löste Christian Reichert ab, der noch vor Ablauf seiner Amtszeit (2010) die Segel gestrichen hatte. Seine Aufgaben sind die Vertretung der Mitgliederinteressen. Schon vor seinem offiziellen Amtsantritt hatte er bei seiner Wahl am 08. September 2008 darauf hingewiesen, die Rechte der Mitglieder sowie die Vereinsstrukturen zu sichern und weiter auszubauen. Doch wer ist dieser Mann, der sich auf Augenhöhe mit Club-Chef Bernd Hoffmann befindet? HSV3000.de hat sich mit ihm am Sonntag (19.04.) vor dem Heimspiel gegen Hannover 96 getroffen, welches der HSV am Ende mit 2:1 gewinnen konnte.

Ein Leben für den HSV!

Stadtteil Uhlenhorst, es ist 07:30 Uhr am Morgen eines gewöhnlichen Werktags. In einem Schlafzimmer über den Dächern der Stadt klingelt ein Wecker. Wie für viele Hamburger, ist das auch für Oliver Scheel an manchen Tagen eine der schwersten Herausforderungen. Die Geschicke eines Top-Clubs in der Bundesliga mitzubestimmen scheint dagegen manchmal geradezu ein Kinderspiel zu sein. Somit bleibt für Frühstück nicht viel Zeit, die HSV-Kaffeetasse muss um diese Zeit noch stehen bleiben, ein Glas Wasser und ab geht's an seinen Arbeitsplatz in die HSH-Nordbank Arena, die auch für Oliver Scheel nach mehr als 7 Jahren eigentlich immer noch Volksparkstadion heisst. 200 Tage ist er jetzt im Amt, alles noch so, wie er sich es vorgestellt hat?"

Oliver Scheel:"Ja, es ist fantastisch, ich wollte nach meinem Amtsantritt 24 Stunden HSV haben und die habe ich auch tatsächlich bekommen. Es macht unheimlich viel Freude, es gibt viel Abwechslung, viele neue Sache und insofern ist dieses Amt schon wirklich sehr spannend. Durch meine lange ehrenamtliche Zeit als Abteilungsleiter bei den Supporters habe ich mit meinem Vorgänger Christian Reichert schon von Satzungswegen her viel zusammen gearbeitet und eine Menge mitbekommen, so dass mir der Einstieg in dieses Amt auch sehr gut gelungen ist."

SCHEEL:"...LIEBER KNACKWURST ALS SCHNITTCHEN!"
Auf Augenhöhe (v.l.): B. Hoffmann, D. Beiersdorfer, K. Kraus, O.Scheel

Bernd Hoffmann, als Vorsitzender, Dietmar Beiersdorfer und in Einzelfällen auch Katja Kraus sind in der Öffentlichkeit als Führungsgremium häufiger im Gespräch als der Vorstand für die Belange der Mitglieder...

Oliver Scheel: "...ja, das stimmt. Auch wenn ich nicht unmittelbar mit dem harten und geldträchtigen Bundesligabetrieb zu tun habe, muss ich dennoch in alles involviert sein. Ich habe alle Enscheidungen mitzuvertreten und auch zu verantworten, wir sind da absolut auf einer Ebene."

Trotz 24 Stunden HSV gibt es ein Abseits von Stadion und Fussball im Leben von Oliver Scheel, er weiß es sich auch zu Hause bequem zu machen. Ein schöner Holzfussboden, helle aber warme Farben an den Wänden, ein helles Gelb im Flur von dem Küche und Bad abgehen, sowie ein gemütliches Wohnzimmer, an das das Schlafzimmer angeschlossen ist. Seine Freizeit kostet er deshalb auch besonders intensiv aus, von gemeinsamen Theater- besuchen z.B. im Winterhuder Fährhaus oder Thalia Theater über Hard-Rock Konzerte bis hin zum gemeinsamen Spazierengehen und Ausruhen bei einem Kaffee oder Tee mit seiner Partnerin. So bleibt am Ende manchmal auch noch Zeit für die Pflege von Freundschaften, die in vielen Fällen überhaupt nichts mit Fussball am Hut haben, z.B. um mal schön Essen zu gehen. Letzteres ist in der Regel für Oliver Scheel ohnehin von Vorteil, denn mit Kochen hat er es nicht so - von angebranntem Wasser möchte er aber auch nichts wissen. Abgesehen von Pizza in den Ofen schieben und Würstchen warm machen, ist seine Kochkunst denoch eher als durchwachsen zu betrachten. Trotzdem lässt sich unser Vorstand gerne mal auf ein Duell mit dem Kochbuch ein. Und rein geschmacklich, welche Richtung ist sein Favorit?

Oliver Scheel:"Da bin ich mehrgleisig. Gutbürgerliche Küche, wie Rouladen mit Rotkohl, Kartoffelsalat mit Würstchen aber auch sehr gerne Labskaus sowie griechische oder asiatische Küche. Sushi muss es nicht gerade sein und der große Italiener bin ich auch nicht, eine Pizza oder Spaghetti-Bolognese sind ab und an aber ok..."

...und im Stadion, eher die Aramark Bratwurst oder mittlerweile doch lieber die V.I.P Schnittchen?

Oliver Scheel:"Am liebsten eigentlich die dicke Knackwurst mit viel Senf, gelegentlich esse ich zwar auch in den Bereichen der geladenen Gäste des Vereins, z.B. wenn der HSV ein Spiel am Abend hat oder man noch ein Gespräch mit Geschäftspartnern hat. Im Grunde ist das bestehende Angebot an den Ständen aber auch ausreichend. Zum Bier gehört die Bratwurst, das Schnitzelbrötchen oder halt die Bockwurst, die ich mir auf dem Weg zu meinem Platz, auf dem ich immer noch sitze, kaufe. Das sind die Dinge mit denen ich groß geworden bin."

SCHEEL:"...KANN SEHR GUT MALEN!"
Kennt den Verein durch und durch, hier mit Ex-Präsident Dr. Peter Krohn.

Und davon nicht zu knapp, Scheel misst deutlich über 1,90m und hatte offenbar schon vor über 16 Jahren den Überblick in Sachen HSV. Als einer der Konstrukteure und langjähriger Leiter des HSV-Supporters Club gründete er damals am 28. März 1993 die heute größte Abteilung innerhalb des Universalsportvereins. Heute hat der SC über 47.000 Mitglieder. Mit Stolz erzählt Scheel von der 10 Jahresfeier, die der Supporters Club auf der Cap San Diego feierte. So bleibt es auch nicht aus, dass sich in Scheels hellgelbem Flur auf der rechten Seite ein Bild von dieser Feier wiederfindet, übrigens eines der wenigen HSV-Devotionalen, die der Besucher in der Wohnung erspähen kann. Viele Schätze aus historischer HSV Zeit schlummern in verstauten Kartons, darunter auch die Eintrittskarte für das legendäre Europapokal-Endspiel gegen Juvents Turin von 1983. Zu dem er damals am liebsten auch mit seinem alten ahorngelben Strich 8er Mercedes gefahren wäre. Denn dieser Klassiker hatte es ihm wahrhaftig angetan.

Oliver Scheel:"Ich habe dieses Auto geliebt. Mit einem Freund, viel Geduld und Do-it yourself Handbüchern konnten wir an diesem Auto immer eine ganze Menge bewerkstelligen. Irgendwann war aber Schluss und der Wagen musste in die Presse und nach Athen ging es am Ende aber dann doch mit dem Flugzeug."

Scheel und Schraubenschlüssel, das riecht nach Heimwerkerkönig, oder?

Oliver Scheel (schmunzelt):"Nein gar nicht, da habe ich zwei linke Hände. Ich kann sehr gut malen - im Sinne von Wände und Decken streichen. Begünstigt durch meine Körpergröße komme ich da bei normaler Deckenhöhe auch ohne Verlängerung ran."

Als Anwalt kennt man sich mit allerhand Tricks und Kniffen aus, soll heissen auch logisches Denken ist da durchaus hilfreich, ich habe hier ein DIN A4 Blatt mitgebracht, oben und unten mit einer Raute drauf, wie wird daraus jetzt ein flotter HSV-Dampfer ? (Vorlage-Download)

3-2-1- und los!

SCHEEL:"...WIE GING DAS NOCH MAL?"
Immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel!

Spiel- und Faltbericht:
Nach dem Anpfiff stürmte Scheel über die rechte Blatt-Aussenseite, eine gekonnte Falttechnik, allerdings in die entgegengesetzte Richtung, setzte das angestrebte Papierschiffchen für kurze Zeit schachmatt. Der Angriff musste neu aufgebaut werden, diesmal über die andere Seite. Gar nicht mal so schlecht, Scheel versucht sich am Malerhütchen und später am magischen Dreieck vorbei zu stehlen, doch er knickt an der falschen Stelle um. Pfiff! Der Schiedsrichter hatte ein Handspiel des Papiers am Zeigefinger von Scheel erkannt. Aber auch der HSV-Vorstand bekam einige Worte vom Unparteiischen zu hören. Und plötzlich lief das Spiel, ein gekonnter Druckaufbau auf der richtigen Blattseite und gleich danach das Spiel wieder in der Breite auseinander gezogen, das Schiffchen stand, der Schiedsrichter pfiff ab. Per Fotobeweis, wurde nocheinmal die Schlussphase dokumentiert.


Geschafft! Gratulation, damit verleiht HSV3000.de Oliver Scheel den Meistertitel im HSV-Schiffchen bauen. Das ist gerade mal ein Titel, der HSV steht noch vor der Chance auf das Triple. (Meisterschaft, DFB-Pokal und UEFA-Cup) Münchens Luca Toni wollte bei einem Sieg der Champions League spärlichst bekleidet über den Marienplatz laufen. Was passiert bei Oliver Scheel, wenn der HSV einen oder mehrere Titel gewinnen sollte?

SCHEEL:"...WÜNSCHE MIR DEN EUROPAPOKAL!"

Oliver Scheel:"Es wäre natürlich fantastisch, weil der letzte Titel doch schon eine beachtliche Zeit zurückliegt. Ich hatte das Glück einen Großteil der Erfolge des HSV persönlich kennenzulernen und wahrzunehmen. Drei Meisterschaften '79, '82 und '83. Dazu 1983 den Europapokal und 1987 den DFB-Pokal. Wenn ich mir persönlich einen Aussuchen könnte, dann werden viele wohl an die deutsche Meisterschaft denken, weil diese über einen langen Weg in der Liga erkämpft wurde und somit der schwierigste Titel ist. Nichts desto trotz würde ich mir persönlich für den Verein und auch für mich den Europapokal wünschen. Zum einen, weil wir ihn als Verein noch nicht gewonnen haben, zum anderen hätten wir ihn dann, bevor er zum Ende der Saison als UEFA-Cup eingestellt wird. (Nachfolger ist die UEFA-Europa League d. Red.)

Sollten wir nun aber wirklich das Triple holen, da würde ich in Anbetracht dessen, dass sich Bremen uns in allen Wettbewerben in den Weg stellt, zum nächsten Auswärtsspiel in der kommenden Saison laufen. Wenn es ein Titel oder sogar zwei Titel werden, lauf' ich auch. Beim Triple aber auf jeden Fall zum nächsten Spiel ins Weserstadion."

Also Rothosen aufgepasst - Wir woll'n ihn laufen sehen, wir woll'n ihn laufen seh'n, wir woll'n, wir woll'n - wir woll' ihn laufen sehn!


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(22.04.09)
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