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THEMA SICHERHEIT

TERROANSCHLAG VOR AFRIKA-CUP -
BENJAMIN:"SCHLIMM, WAS PASSIERT IST!"


HAMBURG. (oh) Daß das Eröffnungsspiel des Afrika-Cups gestern mit einem furiosen 4:4 endete, ist für den Gastgeber Angola nach einer 4:0 Führung bis zur 79. Minute sicher ein Desaster. Allerdings bestimmen in diesen Tagen eher die Nachrichten um den Terroranschlag auf die togolesische Fußball-Nationalmannschaft das Geschehen. Am letzten Freitag war der Bus der Westafrikaner von einer Seperatistengruppe angegriffen worden, drei Menschen starben. Darunter, neben dem Pressesprecher und dem Busfahrer, auch der Co-Trainer.

"Es ist unheimlich schade, dass sich irgendwelche politischen Einflüsse in den Sport einmischen, deshalb ist es sehr erschreckend für uns. Und dass es da sogar noch Opfer gibt ist nicht schön", so Co-Trainer Eddy Sözer gestern nach der Rückkehr aus dem Trainingslager.

Und dieser Anschlag hat Folgen, nämlich diese, dass sich die Mannschaft und Regierung Togos darüber uneins wurden, ob man die Teilnahme nun ganz abblasen solle. Eine 100% Bestätigung wird es wohl erst heute im Laufe des Tages geben, da Togo eigentlich am Abend gegen Ghana sein Auftaktmatch bestreiten sollte.

Im Zuges des Anschlags wird nun von vielen Seiten die gesamte Sicherheit für die Teams in Angola angezweifelt. Collin Benjamin (28-facher Nationalspieler von Namibia) trifft der Anschlag auch völlig unvorbereitet "Es ist schlimm, was passiert ist. Ich war überrascht, eigentlich kenne ich das nicht so. Man muss jetzt abwarten, wie das passieren konnte."

Fakt ist, daß das Thema Sicherheit im Fußball neue Nahrung erhalten hat. HSV-Angreifer Tunay Torun erfuhr zwar erst einen Tag später vom Übergriff der Rebellen auf die Togolesen. Doch das Thema Sicherheit wurde, wenn auch nur kurz, innerhalb der Mannschaft angesprochen. "Es wurde darüber nachgedacht", erzählt Torun.

Doch gerade für Bundesligamannschaften, die in Champions- und Europa-League antreten und auch mal in Krisengebiete reisen müssen, stellt sich generell die Frage, ob die Sicherheitsmaßnahmen ausreichen.

"In erster Linie haben wir Leute, die sich darum kümmern. Wir sind in Tel Aviv gewesen und auch da war es ja zu hinterfragen, was die Sicherheitsbedingungen angeht. Letztendlich sind alle Reisen so organisiert, dass man sicher ist", so Eddy Sözer.

Auch im Vorfeld der WM kommen Ängste in Sachen Sicherheit auf. Auf bild.de erklärte Nationaltorhüter René Adler von Bayer Leverkusen: "Das ist doch alles krank. Ich frage mich, wie die das mit der Sicherheit bei der WM handhaben wollen. Wir als Team werden sicherlich beschützt, aber was ist zum Beispiel mit de Familienangehörigen?"

Aber auch die Mannschaft Togos wurde von einer Polizeieskorte beschützt. Vielleicht sollten bis zur Weltmeisterschaft in Südafrika (vom 11.06. bis 11.07.2010) alle Sicherheitskonzepte noch einmal doppelt abgeklopft werden, sicher ist sicher.

Übrigens Lukas Podolski will seine Familie und Freunde nach den Ereignissen schon gar nicht erst nach Südafrika holen.

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(11.01.10)
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